Theater- und Musikgala 2009

19. September 2009

Pohlheim (ag). Bis auf den letzten Platz war die Dorf-Güller Klosterwaldhalle ausverkauft und mit Spannung erwarteten die Gäste den Auftritt des Gesangvereins „Heiterkeit“. „Höre mein Rufen“ hatte Chorleiter Karl Theo Sames an den Beginn gesetzt. Mit Schwung und Freude sang der gemischte Chor die rhythmisch nicht immer ganz einfache Spiritualbearbeitung von Hans-Weiß. Eine gelungene und abwechslungsreiche Mischung aus Volkslied, Oper und modernen Werken hatte die „Heiterkeit“ einstudiert. Der „Chor der hebräischen Sklaven“ aus der Verdi-Oper Nabucco, von Roland Schmiedel am Klavier majestätisch eingeleitet, entlockte dem Publikum ein „Bravo!“. Umrahmt von den Darbietungen des gemischten Chores gehörte dem kleinen Chor in einem Intermezzo die Bühne. In den vergangenen Wochen hatte man neue Stücke einstudiert. „An die Musik“ von Franz Schubert wurde zur Lobeshymne an die Romantik. Das deutsche Volkslied „Wie komm ich denn zur Tür herein“ sorgte für heitere Stimmung. Mit „New York, New York“ bewegte sich der kleine Heiterkeitchor auf den Swing-Spuren Frank Sinatras und beendete sein Zwischenspiel mit „Gabriellas Song“ aus dem schwedischen Erfolgsfilm „Wie im Himmel“. Den musikalischen Teil des Abends beendete der gemischte Chor mit dem „Deutschmeister Regimentsmarsch“ in einer Bearbeitung von Wilfried Siegler-Legel. Kapellmeister Roland Schmiedel vom Stadttheater Gießen griff nicht nur in die Tasten des Pianos, sondern brillierte im Laufe des Abends mit einem spanischen Walzer auf der Akkordeontastatur. „Hubertus und der Wunderguru“ war der Titel des neuen Stückes der Theatergruppe „Die Frösche“. „Von deinen Socken geht ein schlechtes Karma aus!“ – Solche Sprüche musste sich Hubertus, gespielt von Klaus Haas von seiner Gattin Roswitha (Susanne Schmidt) anhören. In der gleichen Situation fanden sich seine Freunde Konrad (Hubert Sames) und Fridolin (Matthias Rüb)  in der Beziehung zu ihren Ehefrauen Rosa (Christel Paff) und Maria (Birgit Seehawer). Wunderguru Mario di Maringa (Bernd Rulf) mit unverkennbarem italienischen Akzent verdrehte den Damen derart den Kopf, dass selbst die Herren der Schöpfung schon Zweifel kamen: „Ich dachte, das wäre mein Jing, was mich innerlich so aufwühlt, aber es war das Bohnengemüse von heute Mittag.“ Die Angelegenheit war solange erträglich, bis die drei Ehemänner feststellen mussten, dass die Sitzungen mit dem Meister stolze Sümmchen kosteten. Schnell war der Guru in die Falle gelockt und als erfolgloser Vertreter für Kunsthonig enttarnt. Unter dem Einfluss musste er jetzt eine ganz neue Lehre predigen. Statt Energieströmen gab es jetzt eine Lektion im strömen lassen von Bier. Die Shisha wurde gegen Zigarillos getauscht und die Männer hatten wieder das sagen. Die Freude dauerte nicht lange und der falsche Italiener fiel in Ungnade und wurde von der enttäuschten Frauenschar aus dem Haus gejagt. Eine Stunde Kurzweil und Witz hatten „Die Frösche“ unter der Regie von Doris Ferger auf die Bühne gebracht. Das Publikum dankten der Theatergruppe mit einem lang anhaltenden Applaus.